Aktueller Platinpreis

Platin ist ein weiteres Element, das zur Gruppe der Edelmetalle gehört. Platin ist ein weiß-graues, sehr schweres, dabei aber dehn- und schmiedbares so genanntes Übergangsmetall. Darüber hinaus ist das Edelmetall sehr Korrosion-resistent und wird vor allem bei der Herstellung von Katalysatoren, Schmuck, Laborgeräten, Kontaktwerkstoffen und Zahnimplantaten gebraucht.
Der Preis für das Edelmetall setzt sich aus einem sehr komplexen Zusammenspiel grundlegender Marktdaten zusammen. Neben Angebot und Nachfrage steuern auch andere Einflüsse, wie etwa die Angst vor einer hohen Inflationsrate, weitere Emotionen, sowie Spekulationen, besondere Ereignisse und längerfristige Entwicklungen oder Erwartungen den Platinwert.


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Letztes Update: 16.01.2017 - 20:21 Uhr
Platinpreis pro Unze 926,89 € +1,29 € +0,14%
USD 982,75 -0,58 USD -0,06% CHF 993,87 +0,44 CHF +0,04%
1 € = USD 1,0603 -0,0021 -0,20% 1 € = CHF 1,0723 -0,0010 -0,09%
Platinpreis pro Gramm: 29,80 € Platinpreis pro Kilogramm: 29.800,21 €

Der wichtigste Handelsplatz für Platin, sowie auch für Palladium, ist der „London Platinum and Palladium Market“ in London. Es handelt sich hierbei um einen außerbehördlichen Handelsplatz und zudem um einen der weltweit bedeutendsten Handelsplätze für Rohstoffe überhaupt. Seit dem Jahr 1989 werden hier die Weltmarktpreise für die Edelmetalle Platin und Palladium festgelegt.
Dabei ist die Geschichte des Handels am „London Platinum and Palladium Market“ um einiges kürzer, als die des „London Bullion Market“, an welchem schon im 17. Jahrhundert Handel von Gold und Silber betrieben wurde. Für den Handel mit Platin und Palladium war London vor allem historisch ein wichtiger Mittelpunkt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Handel hier eingeführt, wobei der Handel mit Barren schon längere Zeit etabliert war.

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Mehrere Metallhändler führten 1973 eine Art Vorläufer des Fixings ein, die so genannte „London Platinum and Palladium Quotation“. Bei dieser Quotation wurde zwei Mal am Tag am Spotmarkt sowohl für Platin- als auch für Palladiumpreis eine Indikation durchgeführt. 1979 wurde durch die führenden Londoner und Züricher Händler bei einem Treffen eine Abmachung getroffen, um Spezifikationen und Herkunft von solchen Edelmetallen zu vereinheitlichen, die als „good delivery“, in „guter Auslieferung“ akzeptiert werden sollten.

1987 kam es am 5. Mai zur Gründung des „London Platinum and Palladium Market“, die zuvor in Übereinkunft mit der „Bank of England“ abgesprochen war. Die „Bank of England“ fungierte zu dieser Zeit für den Markt mit Edelmetallen als Regulierungsbehörde. Seitdem ist die „Financial Services Authority“ die zu vorderste Regulierungsbehörde Großbritanniens. Die Quotierungen der Edelmetalle Platin und Palladium wurden 1989 modifiziert und schließlich zum vollwertigen Fixing umgestaltet. Bei den Mitgliedern des „London Platinum and Palladium Market“, handelt es sich um internationale Bankhäuser, Produzenten, Hersteller, Veredler und Metallhändler. Der Handel erfolgt meist untereinander sowie auf eigene Rechnung mit eigenen Kunden. Folglich liegt das Risiko alleine auf Seiten der Händler. Kunden wiederum sind größtenteils institutionelle Investoren.

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Sowohl die Nachfrage als auch das Angebot an Platin sind stetigen Änderungen unterworfen, folglich ist der Preis des Edelmetalls besonders volatil, was so viel wie „flüchtig“ bedeutet. Der Preis kann also innerhalb enger Zeitabstände beträchtlich schwanken. Gehandelt wird Platin zu US-Dollar und verhält sich zu diesem in umgekehrter Richtung proportional. Das heißt wenn der Kurs des Dollars steigt, dann sinkt als Folge der Wert des Platins. Andersherum fällt der Platinkurs, sobald der Dollarkurs steigt. Verglichen mit Gold und Silber, die schon antiken Völkern bekannt waren, hat Platin im Finanzsektor eine weitaus kürzere Historie. Platin ist relativ knapp im Vergleich mit den anderen Edelmetallen. So konnte Platin global an etwa 380 Orten lokalisiert werden. Nennenswerte Förderungen des Edelmetalls existieren vor allem in Russland, Südafrika, Kolumbien, Kanada, Simbabwe und den USA. Im südafrikanischen Bushveld-Komplex sind dabei die höchsten Vorkommen an Platinreserven zu finden. Die Häufung solcher Lagerstätten an kostbaren und raren Edelmetallen wie etwa Platin ist dabei politisch von internationaler Bedeutung.

Für die Produktion von Katalysatoren wird ca. die Hälfte der Jahresförderung an Platin verwendet. Sobald die Automobilindustrie die Produktionszahlen senkt, fällt auch die Platin-Nachfrage und folglich sinkt der Preis des Edelmetalls drastisch. Aufgrund der Tatsache, dass der Markt für Platin, in Dollar gemessen, um einiges kleiner ist als der Goldmarkt, kann es rasch zu enormen Preissprüngen kommen, falls eine große Menge an internationalem Anlagekapital in diesen kleinen Markt fließt.

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Platinpreis Chart - Platin-Spotkurs - 12 Monate



Entsprechend ISO 4217 wurde an den Rohstoffbörsen für den standardisierten Handel mit Platin das eigene Währungskürzel „XPT“ vergeben. Dieses Kürzel bezeichnet in US-Dollar den Wert von einer einzigen Feinunze Platin. Das XPT-Währungskürzel wurde seitens der „Internationalen Organisation für Normung“ herausgegeben und soll das offizielle Währungskürzel sein, welches zum Zwecke der unmissverständlichen Identifizierung innerhalb des weltweiten Zahlungsverkehrs genutzt werden soll. Dabei zeigt das „X“, dass es sich um eine Währung handelt, die weder von einem Land, noch von einem Staatenbund herausgegeben wurde. Darüber hinaus existieren im Börsenhandel eine internationale Wertpapierkennnummer und ein Bloomberg-Tickersymbol für den Platinpreis am Spotmarkt.

Der Handel von Futures auf das Edelmetall erfolgt überwiegend an der „Tokyo Commodity Exchange“ in Tokyo und an der „New York Mercantile Exchange“ in New York. Der „London Platinum and Palladium Market“ ist die international wichtigste Plattform für Platin was den physischen Handel, in Form von Barren, betrifft. Es handelt sich um einen außerbörslichen Handel, auch Over-The-Counter, kurz OTC, genannt.Der außerbörsliche Markt bietet im Unterschied zu einem Terminmarkt bei Transaktionen zwischen Verkäufer und Käufer mehr Vertraulichkeit und Flexibilität. Dabei wechselt nicht immer alles vom gehandelten Edelmetall den Eigentümer auf längere Sicht. Bei einem Teil des Volumens handelt es sich um rein spekulative Transitgeschäfte.

Zugelassen zum Handel am außerbehördlichen „London Platinum and Palladium Market“ werden lediglich solche Platinbarren von Prägeanstalten und Affinerien die spezielle Kriterien hinsichtlich der Qualität erfüllen. Ist dies der Fall, wird ihnen das international geltende Gütesiegel „good delivery“ verliehen. Es garantiert eingestanzte bzw. aufgeprägte Qualitätsmerkmale zu denen Feinheit und Gewicht gehören. Die Standartbarren des „London Platinum and Palladium Market“ besitzen ein recht hohes Gewicht sowie eine besonders hohe Feinheit. Das Gewicht eines standardisierten Platin- oder Palladiumbarren zu einem Feingehalt der 99,95 % beträgt, also das Good Delivery-Siegel trägt, muss im Bereich von 1 bis 6 Kilogramm liegen, was zwischen 32, 151 bzw. 192,904 Feinunzen entspricht. Abgesehen von der Bezeichnung der Sorte müssen auch Feinheit, Herstellungsjahr, die Barrennummer, die Marke des jeweiligen Herstellers und das Gewicht in Gramm, Kilogramm oder in Feinunzen auf den Edelmetallbarren eingestanzt werden. Dabei ist die Barrennummer vor allem zur Identifikation von jedem einzelnen Barren wichtig. Sie wird von den Produzenten in einem speziellen Verzeichnis notiert. Platin- und Palladiumbarren nennt man „ingot“ und „plate“, anstatt „bullion“ wie im Falle von Gold und Silber. Auf der so genannten „Good Delivery List“ des „Londoner Platinum and Palladium Market“ steht mit „Heraeus“ ein deutsches Unternehmen, während es aus der Schweiz mit Metalor Technologies“, „Valcambi“, „Argor-Heraeus“ und „Pamp SA“ vier Unternehmen sind. Mit dem „Good Delivery Gütesiegel“ versehene Platinbarren werden auf der ganzen Welt gehandelt und akzeptiert. Neben London ist Zürich ein weiterer wichtiger Marktplatz für den Handel mit physischem Platin. Am so genannten Spotmarkt werden die Platinpreise für eine umgehende physische Lieferung festgelegt. An den Future- oder Optionsmärkten werden hingegen zukünftige Preise für die Lieferung des Edelmetalls festgesetzt. Spot- und Future-Preise verlaufen normalerweise parallel.

30 Tage - Platinkurs Entwicklung - Platin-Spotpreis

Datum Performance zu Vortag Schlusskurs Tageshoch Tagestief
16.01.2017 1,31 € / 0.14% 927,00 € 931,57 € 923,35 €
15.01.2017 1,96 € / 0.21% 925,69 € 927,75 € 923,73 €
14.01.2017 0,00 € / 0% 923,73 € 923,73 € 923,73 €
13.01.2017 3,64 € / 0.4% 923,73 € 925,44 € 908,09 €
12.01.2017 1,95 € / 0.21% 920,09 € 929,93 € 916,58 €
11.01.2017 -7,45 € / -0.8% 918,14 € 931,29 € 917,43 €
10.01.2017 3,50 € / 0.38% 925,59 € 926,08 € 913,53 €
09.01.2017 4,60 € / 0.5% 922,09 € 927,29 € 915,85 €
08.01.2017 0,06 € / 0.01% 917,49 € 917,75 € 917,06 €
07.01.2017 0,00 € / 0% 917,43 € 917,43 € 917,43 €
06.01.2017 5,79 € / 0.64% 917,43 € 918,57 € 906,80 €
05.01.2017 13,80 € / 1.54% 911,64 € 921,48 € 894,84 €
04.01.2017 -0,79 € / -0.09% 897,84 € 907,44 € 888,32 €
03.01.2017 37,38 € / 4.34% 898,63 € 907,38 € 861,08 €
02.01.2017 4,41 € / 0.51% 861,25 € 862,48 € 855,94 €
01.01.2017 0,07 € / 0.01% 856,84 € 857,46 € 856,67 €
31.12.2016 0,00 € / 0% 856,77 € 856,77 € 856,77 €
30.12.2016 1,48 € / 0.17% 856,77 € 860,34 € 852,13 €
29.12.2016 -6,46 € / -0.75% 855,29 € 867,32 € 855,17 €
28.12.2016 -0,69 € / -0.08% 861,75 € 866,84 € 857,39 €
27.12.2016 11,09 € / 1.3% 862,44 € 870,18 € 851,35 €
26.12.2016 -0,73 € / -0.09% 851,35 € 852,77 € 851,35 €
25.12.2016 -0,07 € / -0.01% 852,08 € 852,15 € 852,08 €
24.12.2016 0,00 € / 0% 852,15 € 852,15 € 852,15 €
23.12.2016 -14,43 € / -1.67% 852,15 € 869,59 € 851,93 €
22.12.2016 -11,17 € / -1.27% 866,58 € 878,69 € 865,88 €
21.12.2016 -7,76 € / -0.88% 877,75 € 885,66 € 871,71 €
20.12.2016 5,57 € / 0.63% 885,51 € 886,58 € 868,56 €
19.12.2016 -6,16 € / -0.7% 879,94 € 889,84 € 876,01 €
18.12.2016 0,43 € / 0.05% 886,10 € 887,53 € 885,63 €




London war historisch immer schon im Fokus des Platinhandels. Eingeführt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde 1973 als Vorläufer des Platinfixings durch einige Händler die „London Platinum and Palladium Quotation“ eingeführt. Zwei Mal am Tag wurden am Spotmarkt die Indikation sowohl für den Platin-, als auch für den Palladiumpreis festgestellt. Die führenden Händler aus Zürich und London trafen sich 1979 eine Abmachung, damit die Spezifikationen und die Herkunft der Edelmetalle standardisiert werden konnten, die Barren das Gütesiegel „good delivery“ tragen durften. Der „London Platinum and Palladium Market“ wurde 1989 gegründet. Die Quotierungen von Platin sowie Palladium wurden 1987 ausgedehnt und zum vollen Fixing ausgebaut. Seit dieser Zeit findet das Platinfixing zwei Mal am Tag per Telefon statt, mit der Absicht so viele Transaktionen wie möglich zu einem Fixpreis durchzuführen. Das Platinfixing findet von Montag bis Freitags, vormittags um 9.45 Uhr Ortszeit und nachmittags um 14.00 Uhr Ortszeit statt. Die „Standard Bank“ hat dabei bei jedem Fixing den Vorsitz inne. Hinzu kommen je ein Vertreter der „Engelhard Metals“, „Johnson Matthey“, „Standard Bank PLC“, „HSBC Bank USA NA London Branch“ und der „Goldman Sachs International“. Es handelt sich bei allen um Mitglieder des „London Platinum and Palladium Market“.

Investitionen in das Edelmetall können durch Wertpapierhandel oder durch physischen Kauf von Barren getätigt werden. Physisches Platin in Barren- oder Münzenform ist bei Münz-und Edelmetallhändlern oder bei Banken zu erwerben. Wird das Platin in einem Bankschließfach aufbewahrt, fallen kosten für Miete und Versicherung an. Bei einigen Hausratversicherungen sind zumindest bis zu einer feststehenden Höchstsumme die in Schließfächern von Banken aufbewahrten Wertgegenstände im Umfang enthalten. Gekaufte Barren oder Münzen aus Platin sind umsatzsteuerpflichtig. Wer in das Edelmetall investieren möchte, kann über Broker oder Börse direkt in Fonds, Exchange-traded funds oder Zertifikate investieren. Die physische Lieferung entfällt hierbei. Zertifikate haben Einfluss auf die Nachfrage des Edelmetalls an den Börsen für Rohstoffe sowie auf indirektem Weg über Hedgegeschäfte der Bankhäuser. Darüber hinaus sind sie abhängig von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten. Heutzutage wird Platin unter anderem für kostspielige Schreibfedern, Schmuckwaren und als Geldanlage sowie Zahlungsmittel genutzt. Von Vorteil für diese Verwendung ist das Platin wesentlich härter und in mechanischer Hinsicht stabiler ist, als beispielsweise Gold, welches für die Herstellung von Schmuck meist in einer Legierung gebraucht wird.
Die traditionellen Anlagemünzen „American Platinum Eagle“ und „Platinum Canadian Maple Leaf“ werden heute auch noch bevorzugt erworben. Im Russland des 19. Jahrhunderts wurden aus Platin Geldmünzen geprägt, die Platinrubel genannt wurden. Die Münzen bestanden zunächst aus ca. 10,3 Gramm des Edelmetalls, die einem Wert von 3 Rubeln entsprachen. Später wurden auch Münzen mit einem doppelten bis vier Mal so hohen Wert herausgegeben. Zu den modernen Platinmünzen zählen außerdem der Panda, der Platin Nolde und der Koala.

Platinkurs Entwicklung - Platin-Spotpreis

Vor Performance zu heute Schlusskurs Tageshoch Tagestief
1 Tag 1,31 € / 0.14% 925,69 € 927,75 € 923,73 €
3 Tagen 3,27 € / 0.35% 923,73 € 925,44 € 908,09 €
5 Tagen 8,86 € / 0.96% 918,14 € 931,29 € 917,43 €
1 Woche 4,91 € / 0.53% 922,09 € 927,29 € 915,85 €
2 Wochen 65,75 € / 7.63% 861,25 € 862,48 € 855,94 €
3 Wochen 75,65 € / 8.89% 851,35 € 852,77 € 851,35 €
1 Monat 41,33 € / 4.67% 885,67 € 892,49 € 859,66 €
2 Monaten 45,70 € / 5.19% 881,30 € 884,80 € 864,94 €
3 Monaten 75,90 € / 8.92% 851,10 € 851,26 € 850,60 €
6 Monaten -61,55 € / -6.23% 988,55 € 988,55 € 988,55 €
9 Monaten 54,54 € / 6.25% 872,46 € 872,46 € 872,46 €
1 Jahr 169,32 € / 22.35% 757,68 € 757,68 € 757,68 €
2 Jahren -169,79 € / -15.48% 1.096,79 € 1.103,09 € 1.077,63 €
3 Jahren -125,88 € / -11.96% 1.052,88 € 1.053,59 € 1.041,74 €
4 Jahren -344,54 € / -27.1% 1.271,54 € 1.274,18 € 1.250,85 €
5 Jahren -257,16 € / -21.72% 1.184,16 € 1.184,25 € 1.166,89 €


Das Gold-Platin Verhältnis zeigt, wie viele Platineinheiten nötig sind, um eine Goldeinheit kaufen zu können. Die Gold-Platin Ratio stellt also das Werteverhältnis zwischen den Edelmetallen dar. Die Entwicklung die dem Edelmetall in der Ökonomie zu Teil wurde, ist vor allem durch ihre Wechselhaftigkeit geprägt. Innerhalb von nur wenigen Jahren kam es immer wieder zu einem gravierenden Wechsel der Nachfrageverhältnisse. Es kam in der Folge zu starken Preisausschlägen, denen sich kurze Zeit später Rückschläge anschlossen. Während der Platinpreis in Zeiten mit dauerhaft wirtschaftlichem Wachstum nicht selten höher als der Goldpreis war, so fiel der Preis für Platin in wirtschaftlich unsicheren Perioden unter den des Goldpreises. Betrachtet man die Finanzgeschichte von Platin und Gold, dann war Gold in den Jahren 1880 bis 1900 stets das wertvollere Edelmetall. Der Platinpreis lag hingegen ab 1901 in der Regel über dem des Goldes.

Platin wurde während des 17. Jahrhunderts noch als wertloses und unbrauchbares Metall bewertet. So verursachte es während des spanischen Kolonialreiches Probleme, da es lästiges und überflüssiges Begleitmaterial bei der Goldsuche war. Es wurde für unreifes Gold gehalten und in die ecuadorianischen Flüsse zurück geworfen. Der italienische Humanist Julius Caesar Scaliger erwähnte Platin das erste Mal in Europa. Platin wird von Scaliger als rätselhaftes weißes Metall beschrieben, dass sich einfach nicht schmelzen lässt. Erst 1750 wurde durch den englischen Arzt William Brownrigg gereinigtes Platinpulver hergestellt. 1783 gelang Louis Bernard Guyton de Morveau die industrielle Gewinnung von Platin mittels eines simplen Verfahrens.
Die einsetzende Industrialisierung war letztlich der Grund der dazu führte, dass der Wert des Platins erkannt wurde. Aufgrund der vielseitigen industriellen Verwendbarkeit von Platin stieg der Preis zum Ende des 19 Jahrhunderts sowie Anfang des 20. Jahrhunderts drastisch. Der Platinpreis erholte sich 1880 und betrug ein Drittel vom damaligen Goldpreis. In Deutschland mussten 1906 für 1 Kilogramm Platin rund 5000 Goldmark aufgebracht werden. In den Vereinigten Staaten kletterte der Platinpreis von 6 Dollar im Jahr 1900 auf 20 Dollar je Feinunze im Jahr 1901. Damit war Platin genauso wertvoll wie Gold.

1924 war der Platinpreis nahezu 6 Mal so hoch wie der Goldpreis. Die Positionierung der ehemaligen Sowjetunion entgegen dem weltweiten Verkaufssyndikat, die abermals wachsende Platinproduktion der Sowjetunion und nicht zuletzt der Fund enormer südafrikanischer Platinreserven ließen den Preis für das Edelmetall 1926 zurückgehen. In den Jahren 1927/1928 wurde zwar durchschnittlich noch der vierfache Goldpreis erreicht, doch bereits 1930 ging er auf das eineinhalbfache des Goldpreises zurück. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise ging die allgemeine Nachfrage nach Edelmetallen stark zurück und rückte damit den Platinpreis 1931 nahe an den Goldpreis.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges trieb die hohe Nachfrage den Platinpreis 1956 bis auf 104 Dollar für eine Feinunze. Eine Baisse löste die hohe Nachfrage 1957 ab. Bereits 1958 erzielte die Notierung, die bei etwa 53 Dollar je Feinunze lag, ihren niedrigsten Wert. Seit dem konnte eine stetige Erhöhung verzeichnet werden, was als Zeichen für die kontinuierlich steigende Nachfrage zu werten war. In US-Dollar gemessen wuchs der Platinpreis von 1971 bis 1980 um das ca. Elffache. In den Industrienationen herrschte während der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts eine Stagflation mit gleichzeitiger Inflation. Hinzu kam eine geringe Produktion in Kombination mit einer hohen Arbeitslosigkeit. Darüber hinaus konnte sich die Wirtschaft lediglich schwach entwickeln. Typisch für diese Zeit waren die Verunsicherung in der Wirtschafts- und Finanzwelt, die hohe Zunahme der Staatsschulden der USA, die Ölkrise sowie die enorme Ausweitung der Geldmasse und die Flucht in Sachwerte seitens der finanzkräftigen Kapitalanleger.

Am Anfang des 21. Jahrhunderts kam es zu einem starken Anstieg des Platinpreises. Durch die allgemeine Rohstoffhausse überwand der Platinpreis 2005 die Marke von 1000 US-Dollar und am 4. März 2008 markierte er ein Allzeithoch mit 2308 Dollar je Feinunze. Der Goldpreis notierte am selben Tag bei 989 Dollar je Feinunze, was dazu führte, dass der Preis für Platin das ca. 2,3-fache des Goldwertes betrug. Ausschlaggebend für den Anstieg des Preises waren die wachsende Staatsverschuldung der USA und Europas und der gegenüber anderen Weltwährungen schwache Dollar. Weitere Gründe waren Förderungsprobleme in Südafrika, die wachsende Nachfrage und ein globaler Engpass in der Platinversorgung. In Südafrika wurden 75 % des weltweiten Platins produziert, durch Stromknappheit wurde allerdings die Förderung in den Minen behindert. Die internationale Finanzkrise, welche ihre Wurzel 2007 in der US-amerikanischen Immobilienkrise hatte, kam es zu einem Fall des Platinpreises. Die Krise griff 2008 kontinuierlich auf die Realwirtschaft über. Folglich kam es zum weltweiten Einbruch von Aktien, Edelmetallen und anderen Rohstoffen. So notierte Ende Oktober 2008 der Kursan der New Yorker Börse einen Tiefstand bei 762 Dollar je Feinunze. Damit lag die Abnahme im Verglichen mit dem Rekordhoch im März 2008 bei etwa 67 %. Durch die Finanzkrise stürzten die Anlagekassen alle ausnahmslos ab. In der Folgezeit blieb die Entwicklung der Preise volatil.

Der Platin-Future Preis wurde am 23. August des Jahres 2011 mit 1918 Dollar ermittelt. Damit lag er das erste Mal seit beinahe drei Jahren unter dem Preis für eine Feinunze Gold. Auf den Level des Goldpreises fiel der Platinpreis im Herbst 2008 das letzte Mal. Der Platinpreis entwickelte sich in den Jahren 2011/2012 im Vergleich zum Goldpreis zu seinem Nachteil. Anders als Gold dient Platin nicht so sehr als Anlagemetall. Stattdessen wird Platin hauptsächlichen in der industriellen Produktion gebraucht. Durch die Eurokrise ging die Nachfrage nach dem Edelmetall wieder einmal zurück.

Mitte Januar 2013 konnte Platin kurzzeitig mit 1706 Dollar das erste Mal seit 2012 einen höheren Wert erzielen als Gold. Verantwortlich hierfür war eine Mitteilung des weltweit größten Platinproduzenten „Angelo American Platinum“. Der Konzern kündigte an, nach unzähligen Streiks und wegen stark gewachsener Kosten in Südafrika vier Schächte endgültig zu schließen. Außerdem sollte die Rustenberger Mine verkauft werden. Somit käme es zu einem Abfall der Platinproduktion von jährlich 19 %.