Wissen zu Münzmetallen: Edle Materialien zur Herstellung von Anlage- und Sammlermünzen

Aus welchen Materialien bestehen eigentlich Münzen und worin unterscheiden sich die einzelnen Edelmetalle? Erfahren Sie, welchen Stellenwert Münzmetalle heutzutage haben und wie Gold, Silber, Platin, Palladium und Kupfer sonst noch eingesetzt werden.
Wissen zu Münzmetallen: Edle Materialien zur Herstellung von Anlage- und Sammlermünzen

Münzen dienen nicht nur zur vielfältigen Wertanlage, sie bestechen ebenfalls durch ihre aufwendigen Motive, die auf beide Seiten geprägt werden. Für ihren unvergleichlichen Glanz sorgen insbesondere die hochwertigen Materialien, aus denen die Ronden gefertigt werden. Je nach Legierung weisen die Metalle unterschiedliche Färbungen aus. Als klassische Münzmetalle gelten Gold, Silber, Platin, Palladium und Kupfer, die entweder pur oder in Kombination miteinander verwendet werden. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Münzmetalle und ihre Eigenschaften vor.

Gold: Das wertvollste Edelmetall

Seit Jahrtausenden fördern Menschen Gold (Au) und nutzen es vielfältig als Zahlungsmittel. Die ältesten Goldmünzen der Welt stammen aus dem aus dem sechsten bis siebten Jahrhundert vor Christus. Unter König Krösus von Lydien, der heutigen Türkei, wurden die sogenannten Krösus-Stater aus reinem Gold geprägt, während die Münzen zuvor noch aus einer Gold-Silber-Legierung bestanden. Sie besaßen einen einheitlichen Wert und waren mit einem Prägestempel in Form eines Löwenkopfs verziert. Dies erleichterte den Handel wesentlich, da die Münzen nicht mehr gewogen werden mussten, um ihren Wert zu bestimmen. Gold wird heutzutage überwiegend als Schmuck und Investmentprodukt eingesetzt. Die Nutzung in der Industrie oder für Medizinanwendungen fällt eher gering aus.

Als älteste Goldanlagemünze gilt der Krügerrand aus Sudafrika, der seit 1967 geprägt wird. Er stellt gleichzeitig eine Besonderheit unter den Goldmünzen dar, denn er besteht aus einer speziellen Gold-Kupfer-Legierung, die für eine widerstandsfähige Oberfläche sorgt. Der Gold-Krügerrand besteht aus 91,67 Prozent Gold und 8,33 Prozent Kupfer. Zudem ist kein Nennwert aufgeprägt. Dennoch ist die Münze als offizielles Zahlungsmittel in Südafrika zugelassen. Ihr Wert wird nach dem aktuellen Goldkurs ermittelt.

Die Auswahl an Goldmünzen zu Anlage- oder Sammlerzwecken ist sehr groß. Heutzutage bestehen die Münzen meist aus reinem Gold mit einem Feingehalt von 999/1000 oder sogar höher. Das ist möglich, da sie in aller Regel nicht als Umlaufmünzen im alltäglichen Zahlungsverkehr eingesetzt werden. Daher hat der meist aufgeprägte Nennwert im Grunde nur Symbolcharakter, denn der Wert des Edelmetalls liegt deutlich darüber.

Silber: Beliebt bei Einsteigern und Profis

Anders als Gold handelt es sich bei Silber um ein viel genutztes Industriemetall. Schmuckverarbeitung und der Anlagesektor sind eher untergeordnet, während Automobilbranche und Solartechnik vorrangig bedient werden. Dennoch hat auch Silber bereits eine lange Tradition. Die ersten Silbermünzen gehen auf das sechste Jahrhundert vor Christus zurück. Sie wurden an der Westküste der heutigen Türkei geprägt und bestanden aus einer natürlichen Legierung von Gold und Silber, die Elektron genannt wurde.

Moderne Silbermünzen, die insbesondere zu Anlagezwecken hergestellt wurden, gibt es etwa seit den 1980er-Jahren. Als Pionier unter den reinen Silbermünzen (ab 999/1000 Feingehalt) gilt der mexikanische Libertad, der seit 1982 geprägt wird. Die Mexican Mint legte den Silber-Libertad auf, nachdem die Goldversion ein Jahr zuvor eingeführt wurde. Zunächst war die Münze nur in der Stückelung zu einer Unze erhältlich, später kamen auch andere Einheiten von 1/20 Unze bis 1 Kilogramm dazu. Verausgabt wird sie klassisch ohne Nennwert, ist aber offizielles Zahlungsmittel in Mexiko zum Silberwert.

Darüber hinaus hält der Handel eine wahre Fülle an unterschiedlichen Silbermünzen für Anleger und Sammler bereit. Darunter viele Serien mit anspruchsvollen, jährlich wechselnden Motiven. Als Edelmetall ist Silber gleichermaßen bei Einsteigern wie Profis beliebt, da es erschwinglicher ist als Gold und sich zur Diversifizierung des Portfolios eignet.

Platin: Für Kenner

Beim Graumetall Platin (Pt) handelt es sich um einen Rohstoff mit einem wesentlich höheren Schmelzpunkt als Gold und Silber. Aufgrund seiner hohen Korrosionsbeständigkeit ist es bei technischen Anwendungen, wie der Automobilherstellung sehr gefragt. Es wird ebenfalls in der Medizintechnik eingesetzt und in der Computertechnologie. Weiterhin kommt Platin in der Schmuckverarbeitung vielseitig zum Einsatz.

Platinmünzen haben vergleichsweise eine noch recht junge Geschichte. Sie wurden in der Historie nicht als Zahlungsmittel eingesetzt. Als älteste Anlagemünze gilt Isle of Man Platin Noble, die ab 1983 von der der privat geführten britischen Pobjoy Mint produziert wurde. Sie zeigt auf ihrer Rückseite ein Wikingerschiff unter Segeln, weshalb sie gerne auch als Wikingerschiff-Münze bezeichnet wird. Anfänglich nur in einer Unze erhältlich, kamen später auch andere Stückelungen dazu. Die Wikinger-Münze gilt als Vorreiter moderner Platinmünzen für Anleger:

Palladium: Für Experten

Die Auswahl an Palladiummünzen ist nicht besonders groß. Dabei handelt es sich bei Palladium (Pd) ebenfalls um ein wertvolles Edelmetall, das zwischen 2020 und 2022 sogar höher als Gold gehandelt wurde, bevor der Preis für eine Feinunze (31,103 Gramm) drastisch einbrach. Ebenso wie Silber und Platin ist Palladium vorrangig ein Industriemetall. Es wird überwiegend in der Automobiltechnik zur Abgasreinigung von Benzinmotoren eingesetzt. Weiterhin findet es Verwendung in der Elektronik, Medizintechnik sowie in der Wasserstofftechnologie. In der Schmuckverarbeitung dient es zur Herstellung von Weißgold, während der Anlagemarkt nur einen sehr kleinen Bereich einnimmt.

Die weltweit erste Palladiummünze wurde 1967 von dem polynesischen Inselstaat Tonga herausgegeben. Die Münze zur Krönung von König Taufa’ahau Tupou IV. bestand aus 98 Prozent Palladium und 2 Prozent Ruthenium. Moderne Münzen aus Palladium haben einen Feingehalt von 995 Tausendstel.

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Kupfer: Als Legierung oder pur

Tatsächlich zählt auch Kupfer (Cu) zu den Edelmetallen. Es wird vielfach zur Veredelung von Goldmünzen eingesetzt, die dann einen eleganten rötlichen Schimmer erhalten, wie zum Beispiel Sovereign aus Großbritannien, American Eagle oder Vreneli aus der Schweiz. Darüber hinaus sind ebenfalls reine Kupfermünzen im Handel erhältlich, die sich vorwiegend an Sammler richten.

Darüber hinaus ist Kupfer ein wichtiges Industriemetall, das primär in der Elektrotechnik für Kabel, Leiterplatten und Motoren-Transformatoren eingesetzt wird. Vielfach findet Kupfer in Hausinstallationen für Trinkwasser- und Heizungsrohre Verwendung. Es ist als Messing (Kupfer Zink) oder Bronze (Kupfer Zinn) bekannt. Viele Umlaufmünzen oder Musikinstrumente bestehen zudem aus Kupferlegierungen.

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1 AVDP oz Lunar Serie Kupfer

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